Do-be-do-be-do, Camilla Nicklaus-Maurer
Zum ersten Mal sind wir in der großen Kunstausstellung im Haus der Kunst auf sie getroffen: Da stand am Ende im Treppenhaus eine Installation: ein Barriquefass am Galgen, ein Hocker, leise gurgelte ein Ton heraus. Mhm, ein Kreuz auf dem Hocker, bedeutet das, man kann sich draufsetzen, draufstellen? Wir tun es. Unser Kopf verschwindet im Fass. Ein unglaublicher Geruch von vollmundigem weichen Barrique lullt uns ein, dazu ertönt ein leises melodisches do-be-do-be-do-be-do-be-do. Wie man es einem Kind abends vorsummen würde, wenn man den Text des Liedes vergessen hat. Alle Sinne fahren hoch bis an ihre Grenze der Empfindsamkeit. Wir könnten ewig hier stehen bleiben, riechen, hören, fühlen und uns fällt wieder ein, wie sehr man sich im Leben eigentlich auf seinen Sinne und den Bauch verlassen kann.
Preis: auf Anfrage
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